Lünendonk®-Marktstichprobe 2012 „Business Intelligence als Kernkompetenz“ — Business Analytics und Big Data künftig starke Wachstumsfaktoren für BI-Anbieter

  • Marktvolumen überspringt Milliardengrenze
  • Umsatz vor allem mit Großunternehmen und Konzernen
  • Finanzreporting und Unternehmenssteuerung wichtigste Einsatzbereiche für BI-Software
  • Lünendonk®-Marktstichprobe ab sofort kostenfrei erhältlich


Kaufbeuren, September 2012. — Standard-Software für Business Intelligence (BI) hat sich als wichtiger Sektor des Gesamtmarktes für Standard-Software in Deutschland fest etabliert. Dies geht hervor aus der aktuell von der Lünendonk GmbH, Kaufbeuren, veröffentlichten Marktstichprobe „Business Intelligence als Kernkompetenz – Der Markt für spezialisierte Business-Intelligence-Standard-Software-Anbieter in Deutschland“. Partner dieser jährlichen Analyse sind 2012 die Unternehmen CP Corporate Planning, LucaNet, SAS Institute sowie Tonbeller.

Belief sich das Marktvolumen für BI-Standard-Software im Geschäftsjahr 2010 noch auf etwa 950 Millionen Euro, konnte 2011 erstmals die Milliarden-Grenze durchbrochen werden. So schätzen die Lünendonk-Analysten, dass 2011 etwa 1,1 Milliarden Euro für BI-Standard-Software in Deutschland verbucht wurden. In diese Schätzung fließen auch die BI-Software-Umsätze großer Konzerne wie IBM, Oracle, SAP und Microsoft sowie anderer Software-Unternehmen ein. Sie generieren allerdings weniger als 50 Prozent ihres Umsatzes mit Software für Business Intelligence oder Business Analytics und erfüllen somit nicht das Kriterium zur Aufnahme in die Lünendonk®-Marktstichprobe.

Anbieter erwarten weiteres Marktwachstum

Die 31 von Lünendonk befragten Unternehmen rechnen für das laufende Jahr 2012 weiterhin mit einer positiven Entwicklung des Marktes um 11,3 Prozent. Für den Zeitraum bis 2017 gehen die befragten BI-Standard-Software-Hersteller von einem durchschnittlichen jährlichen Marktwachstum von 10,3 Prozent aus.

„Die positiven Aussichten stützen sich vor allem auf die Nachfrage nach intelligenten Lösungen zur Steuerung und Überwachung der Geschäftsprozesse und damit auch auf Investitionen der Kunden in entsprechende Anwendungen. Diese werden sowohl im Finanzwesen als auch zur Aufbereitung und Analyse nicht-finanzieller, so genannter operativer Kennzahlen eingesetzt“, beschreibt Mario Zillmann, Leiter Professional Services bei Lünendonk und Studienautor, die Nachfragesituation. „Aber nicht nur die separate Aufbereitung dieser Daten ist mit Business Intelligence möglich. Einen besonderen Anreiz bieten für Unternehmen Software-Tools, die es erlauben, Finanz- und operative Kennzahlen miteinander zu verknüpfen und daraus geeignete Analysen zu gewinnen.“

Das Marktwachstum wird aus Sicht der 31 analysierten BI-Software-Anbieter in den kommenden zwei Jahren vor allem durch „Business Analytics/Big Data“ beeinflusst. Auf einer Skala von -2 = „keine Bedeutung“ bis +2 = „sehr große Bedeutung“ haben die befragten Hersteller von BI-Software dieses Marktthema hinsichtlich der Bedeutung für ihren Geschäftserfolg mit durchschnittlich 1,2 bewertet. Weitere relevante Marktthemen für den künftigen Geschäftserfolg sind mit einer durchschnittlichen Bewertung von jeweils 1,1 „Anwenderwerkzeuge/Management Reporting“, „Business Performance Management“ sowie „Mobile BI“.

Großunternehmen und Konzerne sind größte Kundengruppe

Ein Blick auf die Struktur der Kundenunternehmen zeigt deutlich, dass die analysierten BI-Standard-Software-Hersteller die meisten Umsätze mit Kundenunternehmen in der Größenordnung von 5.000 und mehr Mitarbeitern erzielten. Im statistischen Mittel entfallen 37,0 Prozent der Umsätze auf Konzerne und Großunternehmen. Die nächstkleinere Kundengruppe, der gehobene Mittelstand, trägt 29,2 Prozent zum Umsatz der analysierten BI-Anbieter bei. Kunden mit weniger als 1.000 Mitarbeitern weisen in der diesjährigen Lünendonk®-Marktstichprobe einen leichten Rückgang ihres Anteils am BI-Umsatz auf. Diese mittelgroßen Anwender tragen im statistischen Mittelwert 17,6 Prozent (2010: 18,6%) zum Umsatz der Studienteilnehmer bei. Der mit kleinen Kundenunternehmen bis 499 Mitarbeitern generierte Umsatz der befragten BI-Anbieter beläuft sich 2011 auf 16,2 Prozent.

„Dieses Ergebnis bedeutet aber nicht, dass kleine und mittelständische Unternehmen eine geringe Nachfrage nach BI-Software-Lösungen haben“, kommentiert Mario Zillmann die Ergebnisse. „Die BI-Software-Anbieter rekrutieren sogar einen großen Teil ihrer Neukunden aus dem Mittelstand. Allerdings benötigen Großunternehmen und Konzerne mehr Lizenzen für die Anwender der BI-Lösungen, was den Umsatz pro Kunde im Lizenzgeschäft sowie bei den Wartungserlösen nach oben zieht. Weiterhin werden von Großunternehmen und Konzernen derzeit vor allem Business-Analytics-Lösungen nachgefragt, die aufgrund ihrer Leistungsfähigkeit, aber auch wegen ihrer technologischen Komplexität in der Implementierung höhere Einnahmen versprechen.“

Finanzwesen und Unternehmenssteuerung wichtigste Einsatzbereiche

Vorrangig kommen Business Intelligence und Business Analytics zum Einsatz, um Finanzberichte wie Quartals- oder Jahresabschlüsse zu erstellen und operative Geschäftseinheiten sowie das Gesamtunternehmen zu überprüfen und zu steuern.          Wie bereits in der Vorjahreserhebung erzielen die BI-Standard-Software-Anbieter im Unternehmensbereich „Finanzwesen“ mit durchschnittlich 32,6 Prozent die meisten Umsätze.

Während der aktuelle Umsatzanteil mit dem „Finanzwesen“ nur marginale Veränderungen zum Vorjahr aufweist, zeigt sich bei „Unternehmenssteuerung/Risikomanagement“ – in der aktuellen Studie auf Platz 2 – ein deutlicher Anstieg im Vergleich zum Vorjahr. Im arithmetischen Mittel gaben die Studienteilnehmer an, 23,3 Prozent mit diesem Einsatzbereich zu erwirtschaften. Mit deutlichem Abstand folgen als weitere Geschäftsbereiche, in denen Business-Intelligence-Software zum Einsatz kommt, „Vertrieb“ (11,9%), „Marketing“ (9,0%), „Produktion/Fertigung“ mit 6,6 Prozent Umsatzanteil und die Bereiche „Logistik/Einkauf“ (6,3%), „IT/Prozesssteuerung“ (5,4%) und „Personalwesen“ mit 2,7 Prozent.

Die detaillierte Lünendonk®-Marktstichprobe 2012 „Business Intelligence als Kernkompetenz – Der Markt für spezialisierte Business-Intelligence-Standard-Software-Anbieter in Deutschland“ ist ab sofort kostenfrei unter www.luenendonk.de erhältlich.

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Grafik zur Presse-Information: Umsatzanteile mit unterschiedlichen Kundengrößenklassen (.pdf)

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