- Die 15 größten Anbieter wachsen um fast 6 Prozent mit Sicherheitsleistungen
- Objekt- und Werkschutz dominieren das Geschäft
- Trotz Mindestlohn – Druck auf Marktpreise nimmt zu
- Detaillierte Studie ab Mitte Dezember verfügbar
Frankfurt am Main/Kaufbeuren, 9. Dezember 2011. — Im Vergleich zu anderen Dienstleistungsbranchen haben sich die führenden Sicherheitsunternehmen in Deutschland gut behauptet. Die 15 nach Inlandsumsatz größten Anbieter sind im Jahr 2010 im Durchschnitt um 3,8 Prozent gewachsen. Betrachtet man ausschließlich die Sicherheitsleistungen, nahm das Geschäft sogar um 5,9 Prozent zu. Auch für das Jahr 2011 wird von einem positiven Geschäftsverlauf ausgegangen (+5,4%). Die in die aktuelle Lünendonk-Analyse einbezogenen Anbieter steigerten den Umsatz in Deutschland in Summe auf 3,5 Milliarden Euro (2009: 3,35 Mrd. €). Davon entfallen 1,8 Milliarden Euro auf Security Services. Dies sind Ergebnisse der zweiten Lünendonk®-Liste und -Marktsegmentstudie 2011 „Führende Sicherheitsdienstleister in Deutschland“, die die Lünendonk GmbH, Kaufbeuren, Mitte Dezember 2011 veröffentlicht.
„Trotz Umsatzsteigerungen und Mindestlohn ist der Preisdruck eines der beherrschenden Themen“, sagt Antonia Thieg, Senior Consultant Lünendonk GmbH. „Ein Grund hierfür ist, dass beispielsweise Tariferhöhungen in den zurückliegenden Jahren nicht komplett an den Kunden weitergegeben werden konnten. So wird sich auch im Markt für Sicherheitsdienstleistungen eine Konsolidierung einstellen.“ Die geplante Übernahme von ISS durch G4S ist zwar gescheitert, kann aber als Vorbote für M&A-Aktivitäten gedeutet werden.
Securitas dominiert
In dem zur Marktsegmentstudie gehörigen Ranking der Top 15 fällt auf: Die Umsatzspanne reicht von 574 Millionen Euro (Platz 1) bis zu 40 Millionen Euro (Platz 15). Securitas führt die Lünendonk®-Liste 2011 mit einem Umsatz von 574 Millionen Euro deutlich an. Das zweitplatzierte Sicherheitsunternehmen Kötter erzielt mit 235 Millionen Euro noch nicht einmal halb so viel wie der Branchenprimus. Die Niedersächsische Wach- und Schließgesellschaft kam in 2010 auf 169 Millionen Euro. Mit Wisag (136,9 Mio. €) und Pond (104,3 Mio. €) folgen zwei Sicherheits-Unternehmen, die ebenfalls dreistellige Millionenumsätze erwirtschaften.
W.I.S. belegt mit einem Umsatz von 88 Millionen Euro Position sechs. Dussmann Service erzielte in 2010 mit Sicherheitsleistungen 80 Millionen Euro, gefolgt von Klüh Service Management (72 Mio. €). Die Kieler Wach- und Sicherheitsgesellschaft kommt bei Berücksichtigung aller Tochtergesellschaften auf 67 Millionen Euro. Rang zehn belegt die Deutsche Notrufzentralen und Sicherheitsdienste mit 58,2 Millionen Euro, gefolgt von Wako (53 Mio. €).
Den größten prozentualen Umsatzgewinn mit Security Services erzielte die Piepenbrock Dienstleistungsgruppe. Das Osnabrücker Unternehmen springt von 34 Millionen Euro in 2009 auf 48 Millionen Euro im Geschäftsjahr 2010. Es folgen die b.i.g.-Gruppe (47,2 Mio. €), die Nürnberger Wach- und Schließgesellschaft sowie die Power Unternehmensgruppe (beide 40,6 Mio. €).
Vergleichsweise geringe Pro-Kopf-Umsätze
Neben den Umsätzen steigerten die 15 führenden Sicherheitsdienstleister auch die Anzahl der Beschäftigten. Während 2009 etwa 59.500 Mitarbeiter zu zahlen waren, wuchs die Zahl 2010 auf über 60.100 an. Auffallend zu anderen Dienstleistungsbranchen zeichnet sich das Marktsegment der Sicherheitsdienstleistungen durch geringe Pro-Kopf-Umsätze aus: Dieser lag in 2010 im Durchschnitt bei 30.717 Euro.
Mit über 35 Prozent zählt die Industrie zu den größten Kundengruppen der Sicherheitsdienstleister. Mit gehörigem Abstand folgen der Öffentliche Dienst (20,6%) sowie Verkehr und Logistik (7,9%). Gerade die letztgenannten Branchen sollen nach Meinung der Befragten künftig an Bedeutung gewinnen.
Wie im Vorjahr bildet der Objekt- und Wachschutz mit 39,5 Prozent den größten Leistungsanteil. Es folgen Flughafensicherheit (12,5%), Empfangsdienste (8,2%) sowie Revier- und Streifendienst (6,1%). Alle anderen Services liegen unterhalb von 5 Prozent.
Mindestlohn wird begrüßt, Nachfrage steigt
Die niedrigen Marktpreise machen der Sicherheitsbranche weiterhin zu schaffen. Trotz Mindestlohn hat sich diese Situation weiter verschärft. Auf einer Skala von -2 = trifft gar nicht zu bis +2 = trifft voll zu erhielt das Thema „Preisdruck“ als Behinderungsfaktor den Wert 1,3 (Vorjahr 1,0). „Mangelnde Nachfrage“ herrscht indes nicht: Dieser Punkt wurde mit -0,6 als wenig relevant bewertet (Vorjahr -0,4).
Hintergrund zur Lünendonk-Analyse
Security Services gehören zum gesamten Dienstleistungsmarkt des Facility Managements, den die Lünendonk GmbH bereits seit 2004 analysiert. Mit der Lünendonk®-Marktsegmentstudie zum Thema Sicherheitsdienstleistungen befasst sich das Marktforschungsunternehmen implizit mit den Entwicklungen in Deutschland agierender Sicherheitsunternehmen. Ziel ist es, diesen Markt auf Basis von Zahlen, Daten und Fakten zu analysieren und so die Transparenz zu erhöhen. Darüber hinaus wurden Kriterien wie das Leistungsspektrum, die Kundenstruktur, Trends, Behinderungsfaktoren sowie weitere Themen berücksichtigt.
Der neue Berichtband „Führende Sicherheitsdienstleister in Deutschland“, in den 36 Anbieter einbezogen wurden, ist ab Mitte Dezember 2011 bei der Lünendonk GmbH zum Preis von 1.500,- Euro (zzgl. Mehrwertsteuer, inklusive Versand als PDF-Datei) erhältlich.
Die Lünendonk®-Studien gehören als Teil des Leistungsportfolios der Lünendonk GmbH zum „Strategic Data Research“ (SDR). In Verbindung mit den Leistungen in den Portfolio-Elementen „Strategic Roadmap Requirements“ (SRR) und „Strategic Transformation Services“ (STS) ist Lünendonk in der Lage, ihre Beratungskunden von der Entwicklung der strategischen Fragen über die Gewinnung und Analyse der erforderlichen Informationen bis hin zur Aktivierung der Ergebnisse im operativen Tagesgeschäft zu unterstützen.
Die Presse-Information als (.pdf)
Die Presse-Information als (.rtf)
Grafik zur Presse-Information: Führende Sicherheitsdienstleister in Deutschland 2010 (.pdf)
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