Servicegesellschaften im Gesundheitswesen ermöglichen Synergien und Qualitätssteigerung

  • Fremdvergabe von Tertiärdienstleistungen bietet Einsparpotenziale
  • Bisher ist aufwändige Einzelvergabe überwiegende Praxis
  • Lünendonk®-Trendstudie 2017 hier verfügbar

Mindelheim, 11. Januar 2018. Etwa 60 Prozent der infrastrukturellen Dienstleistungen in deutschen Krankenhäusern sind laut Schätzungen von Fachleuten an externe Dienstleister ausgelagert. Eine Fremdvergabe ermöglicht es Krankenhäusern, sich auf ihre Kernkompetenzen, also die medizinische Versorgung, zu konzentrieren. Noch dominiert allerdings die Praxis, zahlreiche Gebäudedienstleistungen in Einzelvergabe auszulagern – eine Vorgehensweise, die im Vergleich zu anderen Betreibermodellen zu einem höheren Steuerungs- und Koordinationsaufwand und somit zu deutlich mehr Schnittstellen im täglichen Betrieb führt. Servicegesellschaften verbinden als Organisationsform die Mehrwerte der Zusammenarbeit mit externen Dienstleistern sowie das Vermeiden des Mehrwertsteuernachteils gegenüber anderen Formen der Fremdvergabe.

In einer aktuellen Trendstudie befasst sich das Marktforschungs- und Beratungsunternehmen Lünendonk & Hossenfelder GmbH aus Mindelheim (Bayern) mit dem Mehrwert von Servicegesellschaften im Gesundheitswesen. Im Mittelpunkt der Trendstudie stehen Organisationsformen, rechtliche Rahmenbedingungen sowie eine Einordnung der Gebäudedienstleistungen im Gesundheitswesen im Vergleich zu anderen Branchen in Deutschland. Die Trendstudie steht kostenfrei unter http://www.luenendonk.de zum Download bereit.

Marktfremde Vergütungsstrukturen belasten Krankenhäuser

Die Personalkosten öffentlich-rechtlicher Häuser etwa in den Bereichen Reinigung, Wäscherei und Catering liegen aufgrund tariflicher Fixierungen rund 25 bis 30 Prozent über den üblichen Vergütungen am freien Markt. Optimierungsmaßnahmen in den Tertiärdienstleistungen, die in Deutschland Gesamtkosten von jährlich rund 20 Milliarden Euro ausmachen, können wesentlich zur wirtschaftlichen Verbesserung der Krankenhäuser beitragen.

„Der Mehrwert ist klar: Ein professionelles Gebäudemanagement unterstützt das Kerngeschäft, erhöht die Flexibilität und senkt Kostenstrukturen sowohl in der Verwaltung als auch bei den Dienstleistungen“, fasst Thomas Ball, Senior Consultant bei Lünendonk & Hossenfelder, die Vorteile einer gesteuerten Fremdvergabe zusammen.

Servicegesellschaft bietet maximale Einflussnahme auf Servicestandards

Die Servicegesellschaft ermöglicht die Nutzung der Expertise von professionellen Dienstleistern bei gleichzeitiger Vermeidung des Mehrwertsteuernachteils.

„Darüber hinaus ist die direkte Einflussnahme auf die Servicequalität und somit das Durchgriffsrecht maximal, wenn ein Krankenhaus das Facility Management in eine Service- respektive Beteiligungsgesellschaft auslagert“, kommentiert Enrico Zscheile, Co-Autor der Trendstudie. Denn neben Flexibilität und Wirtschaftlichkeit gewinnen Qualitätsaspekte immer weiter an Bedeutung. Dabei sind stetig steigende Ansprüche und Anforderungen zu erfüllen.

Studienbezug

Die 40 Seiten umfassende Lünendonk®-Trendstudie „Servicegesellschaften im Gesundheitswesen“ steht kostenfrei unter www.luenendonk.de zum Download bereit. Sie enthält neben einer Aufarbeitung des Mehrwerts von Servicegesellschaften zudem anschauliche Praxisbeispiele.


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Grafik zur Presse-Information: Chancen und Risiken der Fremdvergabe (.pdf)