Wirtschaftsprüfung: Rekrutierung neben Digitalisierung wichtigstes Zukunftsthema

  • Neue Stellen entstehen im WP-Markt
  • Big Four bauen über 2.400 neue Arbeitsplätze auf
  • Anforderungen an Mitarbeiter verändern sich, die Unternehmenskultur ebenfalls
  • Mehr Services im Portfolio – Prüfungsanteil teils unter 25 Prozent
  • Lünendonk®-Studie 2017 ab sofort verfügbar unter luenendonk-shop.de

Mindelheim, 24. August 2017. – Im deutschen Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsmarkt (WP) wird zunehmend neues Personal aufgebaut. So vergrößerten beispielsweise die Big Four ihre Mitarbeiterbasis deutlich – 2.400 neue Stellen wurden geschaffen. Gerade das Back-Office erfährt eine Erweiterung, während die klassische Wirtschaftsprüfung in der Personalstruktur weiter an Bedeutung abnimmt. Dies zeigt die zwölfte Auflage der Lünendonk®-Studie „Wirtschaftsprüfung und Steuerberatung in Deutschland“, die das Marktforschungs­unternehmen Lünendonk & Hossenfelder GmbH, Mindelheim, heute veröffentlicht.

Leistungsspektrum weitet sich weiter aus

WP-Gesellschaften bieten inzwischen deutlich mehr Services an als Audit, Tax und Corporate Finance. Das Leistungsspektrum stellt sich als sehr diversifiziert dar, so dass bei einigen WP-Gesellschaften der Prüfungsanteil inzwischen weniger als ein Viertel ausmacht. Denn Rechtsberatung, Managementberatung und Digital-Content-Services zählen inzwischen ebenso zum Leistungsspektrum wie digitale Transformation. Dies gilt es auf- und auszubauen. Hier reagieren die WP-Gesellschaften mit Investments und Kooperationen.

In Anbetracht der zunehmenden digitalen Transformation zeichnen sich heute schon zwei wesentliche Faktoren ab: Erstens werden durch technische Möglichkeiten der Personal- und der Reiseaufwand bei bestimmten Tätigkeiten abnehmen und zweitens ändert sich die Mitarbeiterstruktur durch vermehrten Einsatz von Ingenieuren, Programmierern und Beratern.

Neue Qualifikationsanforderungen prägen Personalstruktur

Die Veränderung der Personalstruktur spiegelt sich auch in den Angaben der von Lünendonk befragten WP-Gesellschaften wider. So nahm der Mitarbeiteranteil in der klassischen Wirtschaftsprüfung von 27,4 Prozent im Jahr 2015 auf 26,5 Prozent in 2016 ab. Das entspricht dem Trend der vergangenen Jahre. 2013 lag dieser Anteil noch bei 32,7 Prozent, 2014 bei 31,8 Prozent.

Während Steuerdeklaration und Buchhaltung sowie Advisory (Corporate Finance & Business Consulting) konstant bleiben, stieg der Anteil der Mitarbeiter in der Rechtsberatung von 5,4 Prozent auf 5,8 Prozent an. Gewachsen ist erneut das Segment „Sonstige“, das neben Verwaltungs- und Marketing-Aktivitäten vermehrt auch Digitalisierungs-Themen umfasst (15,9%, Vorjahr 15,5%). Denn neben den klassischen Berufsträgern werden entsprechend neue Qualifikationen gefragt wie etwa Data Scientists, Programmierer und IT-Berater. Zudem machen sich hier ebenfalls die Ergänzungen um Beratungshäuser oder Consultingteams bemerkbar.

Lünendonk®-Studie 2017 ab sofort erhältlich

Die detaillierte Lünendonk®-Studie 2017 „Wirtschaftsprüfung und Steuerberatung in Deutschland“ auf Basis der Befragung über Strukturen, Strategien, Planungen und Restriktionen der 25 führenden sowie 52 weiterer mittelgroßer und kleinerer WP-Gesellschaften sowie Netzwerke/Allianzen steht ab sofort zum Preis von 2.200,- Euro  (zzgl. MwSt.) bei Lünendonk unter www.luenendonk-shop zur Verfügung.


Die Presse-Information als (.pdf)

Die Presse-Information als (.rtf)




Grafiken zur Presse-Information: Zunahme der Back-Office-Mitarbeiter in der Wirtschaftsprüfung | HR und Business Development als Hauptaufgabe (.pdf)