Wirtschaftsprüfung: Steigendes Wachstum durch Kooperationen

  • Kooperationsbereitschaft in Deutschland nimmt weiter stark zu
  • Nicht alle Unternehmen profitieren von Digitalisierung
  • Big Four wachsen überdurchschnittlich
  • Lünendonk®-Studie 2017 unter luenendonk-shop.de verfügbar

Mindelheim, 11. Dezember 2017. – Die Kooperationsbereitschaft in der deutschen Wirtschaftsprüfung steigt weiterhin stark an und macht einen Sprung von fast 10 Prozentpunkten im Vergleich zum Vorjahr. Der kontinuierliche Anstieg innerhalb der zurückliegenden drei Jahre lässt es zu, von einem Trend zu sprechen. Dies zeigt die zwölfte Auflage der Lünendonk®-Studie „Wirtschaftsprüfung und Steuerberatung in Deutschland“, die das Marktforschungs­unternehmen Lünendonk & Hossenfelder GmbH, Mindelheim, veröffentlicht hat.

Zwei Drittel erbringen Leistungen über Kooperationen

Im internationalen Raum erbringen bereits 87 Prozent der WP-Gesellschaften Leistungen über eine Kooperation oder ein Partnernetzwerk. Hier ist eine stabile Situation zu erkennen, da in den beiden Vorjahren dieser Wert bereits bei 88 respektive 85 Prozent lag. Auf die Frage, ob dies auch in Deutschland der Fall ist, antworteten in der aktuellen Befragung 61 Prozent mit „Ja“. Im Vorjahr lag dieser Wert noch bei 52 Prozent und ein weiteres Jahr davor bei 47 Prozent. Der diesjährige Anstieg fällt damit fast doppelt so stark aus wie noch in der Vorjahresbetrachtung.

Auch der mit Kooperationen erzielte Umsatz wächst. 2016 erwirtschafteten die befragten WP-Gesellschaften durchschnittlich 4,1 Prozent ihres Umsatzes über Netzwerke/Allianzen, im Vorjahr lag der Wert bei
3,6 Prozent. Deutlich höher liegt dieser Umsatzanteil bei den Next Ten, die 6,5 Prozent des Umsatzes mittels Kooperationen verbuchen konnten (Vorjahr: 5,8 %). „Gerade im sogenannten Verfolgerfeld der Big Four gewann diese Entwicklung an Dynamik“, so Jörg Hossenfelder, geschäftsführender Gesellschafter der Lünendonk & Hossenfelder GmbH. „Dies zeigt sich anhand der exklusiven Netzwerk-Präsenzen von Baker Tilly, Grant Thornton, Mazars und RSM.“

Digitalisierung nützt vor allem den großen Gesellschaften

Die 25 nach Inlandsumsatz führenden WP-Gesellschaften sind im Geschäftsjahr 2016 im Mittel um 7,2 Prozent gewachsen. Zahlreiche mittelgroße und kleine WP-Gesellschaften können indes nicht von diesem Marktwachstum profitieren. Das hat unterschiedliche Gründe. So können beispielsweise Investitionen in die Digitalisierung nicht in dem Maße vollzogen werden wie bei den größten Anbietern der Branche. Darüber hinaus erwarten immer mehr Mandanten länderübergreifende Services, die aus eigener Hand oder via Netzwerk-/Allianz-Partner erbracht werden.  Gerade bei den größeren WP-Gesellschaften steigt die Nachfrage nach Digital Transformation, International Tax sowie Legal Services. Im Hinblick auf die Digitalisierung werden die Themen Cyber Security, Big Data, Cloud Services und Business Analytics im Fokus stehen. Profiteure sind diejenigen WP-Gesellschaften, die diese Lösungen aus eigener Kraft oder mittels Kooperationspartner anbieten können.

Lünendonk®-Studie 2017 seit August erhältlich

Die detaillierte Lünendonk®-Studie 2017 „Wirtschaftsprüfung und Steuerberatung in Deutschland“ auf Basis der Befragung über Strukturen, Strategien, Planungen und Restriktionen der 25 führenden sowie 52 weiterer mittelgroßer und kleinerer WP-Gesellschaften sowie Netzwerke/Allianzen steht zum Preis von 2.200,- Euro  (zzgl. MwSt.) bei Lünendonk unter www.luenendonk-shop zur Verfügung.


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Grafik zur Presse-Information: Umsatz mit Kooperationen wächst weiter (.pdf)