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Facility Management / Industrial Services

The facility management and industrial services industries are dynamic, people-driven service markets with cut-throat competition. Both are growth markets in Germany. One cause for this is increased
outsourcing. While FM concentrates on secondary property
and building processes, industrial services focus on services
of plants and machines.

Your contact for facility management and industrial services:
Thomas Ball, Senior Consultant
+49 8261 73140-0
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Facility Service

Facility Service is a sub-discipline of facility management. Since 2004 Lünendonk have mainly been analysing building infrastructure and technology management for business properties, auxiliary properties and residential properties.

This labour-intensive business concerns itself with topics like cleaning, catering, security, gardening and building technologies like lighting, heating, ventilation, air conditioning, sanitary facility as well as elevators and escalators. Beyond these, commercial activities like consultancy, controlling and management services are also part of this field.

Lünendonk monitors not only facility services but the entire facility management market (FM). Facility managers concern themselves with all tasks which are necessary for creating and using the property and other parts of capital assets (like technological equipment, fleet etc.) of a company during the entire lifecycle (planning, construction, operating and use, modernisation, refurbishment, revitalising, removal) of a building or an industrial plant. This is why even asset and property management, software solutions (CAFM) and consultancy are defined as FM tasks.

Industrial Services

To allow for more accurate and relevant comparison, industrial services providers are not included in Lünendonk’s established facility management analyses. Instead, Lünendonk provides a dedicated market analysis for this area, on the one hand because some FM suppliers gradually started offering industrial and repair services as well, on the other hand because classic industrial services providers enhance their portfolio by including FM services.

The interest in “machine-related industrial services” in Germany is growing. Despite long-lasting fears about globalisation decreasing the number of jobs available in the domestic industrial services industry, engineers and machine builders are highly sought after in Germany. Because of the increased outsourcing of industrial services, demand for market information and a list of suppliers is on the rise.

Lünendonk GmbH has been monitoring the market for industrial services since 2008.

Lünendonk®-Studie: Der Markt für Customer Experience Services

Zunehmender Bedarf nach Beratungs-, IT- und Agentur-Services aus einer Hand

  • Gute Umsatzprognosen bei Customer Experience Services
  • Klare Kundenerwartungen an Dienstleisterkompetenzen
  • Erweiterte Konvergenz der Dienstleistungsmärkte
  • Lünendonk®-Marktsegmentstudie kostenfrei verfügbar

Mindelheim, 19. Juni 2018.Die Prognosen sind positiv. Beratungs- und IT-Dienstleister in Deutschland erwarten im noch jungen Markt für Digital Customer Experience Services (DCX) in den nächsten Jahren hohe Wachstumsraten. 2018 sollen es durchschnittlich 20,5 Prozent, im Zeitraum 2019-2020 19,7 Prozent pro Jahr sein. Ein wesentlicher Grund für die optimistische Einschätzung ist, dass mittlerweile viele Kundenunternehmen ihre digitalen Veränderungs- und Transformationsprozesse angestoßen haben und auf dem Weg zu einer kundenzentrischen Organisation sind. Im Zuge dessen verändern sich die Inhalte der Projekte: Kreativ- und Designkompetenzen werden in Kombination mit der Entwicklung von neuen Geschäftsmodellen und der IT-Umsetzung immer häufiger als integrierte Leistungspakete angefragt. Die Umsetzung von Konzepten und (digitalen) Prototypen ist mittlerweile in fast allen Ausschreibungen eine Pflichtanforderung.

 Klare Kundenvorstellungen von Partnerkompetenzen

Für die Beratungen bedeutet diese Entwicklung, dass sie sich thematisch breiter aufstellen müssen, um die Kundenanforderungen künftig erfüllen zu können. Das zeigt sich bereits im starken Umbruch des Beratungs- und Dienstleistungsmarktes. Beispielsweise haben in jüngster Vergangenheit Beratungs- und IT-Konzerne wie Accenture, Cognizant, IBM oder Wipro ihr Portfolio mit dem Kauf von Digitalagenturen erweitert, um bei der vom Großteil der Unternehmen nachgefragten End-to-End-Lieferfähigkeit punkten zu können.

Dabei bestehen bei den Anwenderunternehmen klare Vorstellungen von den benötigten Kompetenzen der externen Partner, wenn es um die Zusammenarbeit bei der Entwicklung und Vermarktung von digitalen Produkten und Services geht. In der im Februar 2018 veröffentlichten und kostenfrei erhältlichen Lünendonk®-Marktsegmentstudie „Der Markt für integrierte Digital Customer Experience Services in Deutschland“ stellen sich zwei Bereiche als besonders wichtig dar. Zum einen legen die befragten Unternehmen mit 92 Prozent einen signifikanten Wert auf die hohe Kompetenz in Analytics-Themen. Zum anderen gehört ein ausgeprägtes Know-how bei Kreativität, Operationalisierung, IT-Umsetzung und Plattformbetrieb für 88 Prozent der Studienteilnehmer zu den Kernanforderungen an externe Dienstleister.

Erweiterte Konvergenz der Dienstleistungsmärkte

„Wir beobachten bereits seit vielen Jahren eine steigende Konvergenz zwischen den Dienstleistungsmärkten Managementberatung und IT-Umsetzung sowie einen zunehmenden Bedarf großer Anwenderunternehmen nach Beratungs- und IT-Services aus einer Hand“, erläutert Studienautor Mario Zillmann, Partner des Marktforschungs- und Beratungsunternehmens Lünendonk & Hossenfelder. „Daraus folgt, dass besonders Großunternehmen und Konzerne ihre Dienstleistungspartner immer stärker in die Wertschöpfung integrieren und ihnen entsprechend mehr Verantwortung für strategische und komplexe Projekte übertragen. Durch die Vernetzung mit dem Markt für Digitalagenturen wird diese Konvergenz nun noch erweitert.“

Jedoch dominieren nur wenige Kernelemente das Portfolio von Gesamtdienstleistern für integrierte Digital Customer Experience Services. Den mit Abstand größten Umsatzblock bildet hier die Software- und Systemintegration, bei der sich die hohe Bedeutung der Backend-Integration von digitalen Lösungen in den Umsätzen widerspiegelt. Im Durchschnitt werden mit dieser Einzeldienstleistung 28,6 Prozent der Umsätze erwirtschaftet. Hieran zeigt sich, wie wichtig die Integration von digitalen Lösungen in die bestehenden IT-Prozesse ist. Weitere zentrale Service-Elemente sind Prozessoptimierung (13,9 %) und Digital Consulting (12,7 %). Mit Data Analytics wurde laut Analyse zwar nur ein Umsatz von durchschnittlich 7,3 Prozent erreicht, der Wert wird aber voraussichtlich in Zukunft steigen. Denn immer mehr Unternehmen setzen bei ihren Online-Geschäftsmodellen Themen wie Dynamic Pricing, Kampagnenoptimierung oder Customer-Journey-Analysen ein, um ihre Kundeninteraktion zu individualisieren und zu personalisieren.

Potenzial im Mittelstand

Zu den größten Kundengruppen der Management- und IT-Beratungsbranche gehören die in Deutschland traditionell bedeutenden Wirtschaftssektoren Automobilindustrie, Handel und Banken. Fast die Hälfte ihrer Umsätze (45,1 %) erzielten die befragten Anbieter aus diesen Bereichen. „Diese Branchen wurden in den letzten Jahren durch neue Wettbewerber mit teilweise disruptiven Geschäftsmodellen angegriffen“, kommentiert Christina Rauch, Junior Consultant bei Lünendonk & Hossenfelder. „Die Digitalisierung der Kundenschnittstellen hat für sie daher eine besonders hohe strategische Bedeutung. Und das zeigt sich auch an den Umsatzanteilen der Anbieter.“

Es sind vor allem die Großunternehmen und Konzerne, die sich derzeit mit Projekten im Bereich Digital Marketing/Digital Customer Experience befassen. 64 Prozent der Umsätze der von Lünendonk untersuchten Beratungs- und IT-Dienstleister entfallen auf Kundenunternehmen mit mehr als 10.000 Mitarbeitern. Die mit Abstand größte Kundengruppe bilden dabei Konzerne mit über 50.000 Mitarbeitern. Aber auch aus dem Mittelstand werden künftige Wachstumsimpulse kommen. Denn während sich die Großen aktuell stark mit der IT-Modernisierung und dem Organisationsumbau beschäftigen, erwartet Lünendonk mittelfristig eine Verschiebung der Budgets von der Digital Operational Excellence zur Digital Customer Experience.

Zur Lünendonk®-Studie

Die detaillierte Lünendonk®-Marktsegmentstudie 2018 „Der Markt für integrierte Digital Customer Experience Services in Deutschland“ zeigt auf, wie der Trend zur Customer Centricity den Beratungs- und IT-Markt verändert. Die in fachlicher Zusammenarbeit mit Accenture Interactive, Cognizant, KPS, PwC und Publicis.Sapient entstandene Analyse ist kostenfrei verfügbar


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Grafiken zur Presse-Information: Elemente von ganzheitlichen Digital Customer Experience Services | Beratungen erwarten im Marktsegment ein starkes Wachstum


Lünendonk®-Studie zeigt Zäsur bei Rekrutierungskanälen
  • Digitale Rekrutierungskanäle im Fokus: Online-Jobbörsen erstmals wichtiger als Arbeitsagenturen
  • Fragile Balance zwischen Kosten- und Innovationsdruck
  • Digitalisierung bleibt das dominierende Thema
  • Neue Lünendonk®-Studie Zeitarbeits- und Personaldienstleistungs-Unternehmen ab sofort verfügbar

Mindelheim, 25. Juli 2018 – Der Wettbewerbsfaktor Nummer eins im deutschen Markt für Zeitarbeit und Personaldienstleistungen ist die Rekrutierungsstärke. Waren die Arbeitsagenturen bislang stets der wichtigste Rekrutierungskanal, zeigt sich in der aktuellen Lünendonk®-Studie eine Zäsur: Erstmals sind die Online-Jobbörsen wichtiger als die Arbeitsagenturen. Durchschnittlich rekrutieren die führenden Anbieter mehr als 28,4 Prozent der Zeitarbeitnehmer über Online-Jobbörsen, über die Arbeitsagenturen liegt der Anteil nur noch bei 19,6 Prozent. In der Vorjahresuntersuchung hatte der Anteil der über die Arbeitsagenturen eingestellten Zeitarbeitnehmer noch bei 24,3 Prozent gelegen. Das zeigt die aktuelle Lünendonk®-Studie „Zeitarbeits- und Personaldienstleistungs-Unternehmen in Deutschland“, die ab sofort unter www.luenendonk-shop.de bei Lünendonk & Hossenfelder, Mindelheim, verfügbar ist.

„Die Arbeitsagenturen wurden nach Anlauf über mehrere Jahre jetzt sehr deutlich von den Online-Jobbörsen überholt“, analysiert Hartmut Lüerßen, Partner bei Lünendonk & Hossenfelder, die Situation. In Summe sind die digitalen Rekrutierungskanäle den Untersuchungen des Research-Unternehmens zufolge bereits seit einigen Jahren wichtiger als die „Offline-Rekrutierung“ per Brief, Print-Anzeigen oder Job-Messen. „Dennoch steht diese Zäsur symbolisch für die steigende Bedeutung der Digitalisierung für den Personaldienstleistungsmarkt“, so Lüerßen weiter.

Fragile Balance zwischen Kosten- und Innovationsdruck

Nachdem die Zeitarbeitsunternehmen im Jahr 2017 viel Zeit und Geld investieren mussten, um die neue Gesetzgebung abzubilden, die Mitarbeiter zu schulen und die Kunden auf die neuen Regeln vorzubereiten, geht es aktuell darum, sich für die digitale Zukunft aufzustellen. „Diese Balance zwischen Kostendruck, Kandidatenmangel, erwarteten höheren Übernahmequoten und Innovationsdruck ist schwer auszutarieren“, erläutert Hartmut Lüerßen.

Dabei wollen die führenden Anbieter an erster Stelle in die Rekrutierung investieren. Hier steht beispielsweise mit Programmatic Job Advertising ein Innovationskandidat aus der Online-Marketing-Welt vor der Tür des stark umkämpften Bewerbermarkts: Services und Plattformen, die anhand von Analytics die jeweils erfolgversprechendsten Kanäle und Stellenbörsen auswählen und auch an den etablierten Bezahlmodellen rütteln dürften. An zweiter Stelle sind Investitionen in den Vertrieb  zu nennen, gefolgt von „mobile-optimierten Web-Auftritten“ und „Anbindung externer Service-Portale und Dienste“.

Digitalisierung bleibt das dominierende Thema der nächsten Jahre

Aus der Marktperspektive betrachtet sollte die Möglichkeit, innovative Technologien oder externe (Online-)Dienste anzubinden, nicht unterschätzt werden. Für die Personaldienstleister geht es darum, flexible und mobile-fähige Prozessketten abzubilden, bei denen auch externe Services wie Stellenmarkt-Suchmaschinen und automatisches Matching mit vorhandenen Kandidatenprofilen eingebunden werden können.

„In wenigen Jahren könnten Kunden daran gewöhnt sein, auch Business-Themen durch die künstliche Intelligenz von Alexa, Google Assistant etc. in den Äther zu sprechen. Wenn dann Google for Jobs in Deutschland verfügbar ist, rufen vielleicht schon die ersten Bewerber an, wenn der Personaler oder Werksleiter noch im Stau auf der Autobahn steht“, sagt Lüerßen. „Voice Commerce klingt zugegebenermaßen noch sehr nach Zukunftsmusik. Aber von der Einführung des iPhones im Jahr 2007 und mobile first/mobile only waren es nur noch acht Jahre. Klar ist: Die Digitalisierung wird die Entwicklungen im Personaldienstleistungsmarkt auf Jahre hinaus massiv beeinflussen.“

Die Lünendonk®-Studie „Zeitarbeits- und Personaldienstleistungs-Unternehmen in Deutschland“ kann bei Lünendonk ab sofort unter www.luenendonk-shop.de bestellt werden. Die Studie kostet 2.000,- Euro zzgl. Umsatzsteuer.


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Grafiken zur Presseinformation: Online-Jobbörsen sind erstmals der wichtigste Rekrutierungskanal für Zeitarbeitnehmer

Neue Lünendonk®-Studie 2018: Facility-Service-Anbieter mit hoher Umsatzerwartung
  • Die führenden Dienstleister wollen im aktuellen Geschäftsjahr um über 5 Prozent zulegen
  • In 2017 lag das durchschnittliche Wachstum bei 3,8 Prozent
  • Konjunktur sowie integrierte Services sorgen für Optimismus
  • Kann Migration den Personalmangel abfangen?
  • Neue Lünendonk®-Studie 2018 aktuell verfügbar

Mindelheim, 6. August 2018 – Während die Geschäftsjahre 2015 mit einem Wachstum von 6,9 Prozent und 2016 mit 5,4 Prozent äußerst positiv für die führenden deutschen Facility-Service-Anbieter (FS) waren, legten die Unter­nehmen in 2017 im Mittel nur um 3,8 Prozent zu. Diese vermeintlich geringere Performance ist auf das Abschwächen der Sonderkonjunktur zurückzuführen. Wegen des Auslaufens von großen Sonderausschreibungen und des kontinuierlichen Rückgangs der Flüchtlingszahlen nahmen auch die Leistungen für Reinigung, Bewachung und Verköstigung ab. Das durch­schnittliche Wachstum 2017 kehrte auf das Niveau der Jahre 2013 und 2014 zurück. Im aktuellen Geschäftsjahr 2018 prognostizieren die FS-Unter­nehmen hingegen einen durchschnittlichen Umsatzanstieg von 5,3 Prozent. Die Gründe für den optimistischen Anstieg liegen in der guten Wirtschafts­lage sowie der vermehrten Bündelung von Gewerken. Das zeigt die aktuelle Lünendonk®-Studie 2018 „Facility-Service-Unternehmen in Deutschland“, die die Marktforscher der Lünendonk & Hossenfelder GmbH, Mindelheim, heute veröffentlichen.

„Ausschlaggebend für die gute Entwicklung der vergangenen Jahre war neben der Flüchtlingsthematik und der großen Sonderausschreibungen die insgesamt gute Konjunktur mit hoher Bautätigkeit, die auch die Nachfrage nach Facility Services steigen ließ“, sagt Jörg Hossenfelder, geschäftsführender Gesellschafter von Lünendonk & Hossenfelder. Die positive Umsatzerwartung im Geschäftsjahr 2018 wird unter anderem durch weitere Faktoren gestützt: Schärfere Kontrolle von Verstößen gegen Lohngesetzgebung stärkt seriöse Unternehmen (Auftraggeberhaftung), wachsende Bedeutung der Gesundheit, Sicherheit und Qualität (HSEQ), klarer Trend zur Vergabe gebündelter Dienstleistungen und integrierter Services sowie Fortsetzung der Marktkonsolidierung.

Kurzfristig kann Migration den Personalmangel kaum abfangen

Lediglich der Personalmangel – insbesondere in nachfragestarken Ballungsgebieten – wirkt als Wachstumslimit. Die Auswirkungen des demografischen Wandels und die gute Konjunktur führen zu einem gestiegenen Personalbedarf bei einer gleichzeitig reduzierten Anzahl an Nachwuchskräften. Mittelfristig können beispielsweise eine Teilautomatisierung von Services durch Robotik und eine organisierte Migration zu einer Entlastung führen. Kurzfristige Effekte durch Integration von Flüchtlingen in den Arbeitsmarkt sind indes nur eingeschränkt möglich, denn sowohl verlässliche Aufenthaltsgenehmigungen als auch deutsche Sprachkenntnisse sind Voraussetzungen für eine nachhaltige Beschäftigung.

Studienbezug

Die gut 300 Seiten umfassende Lünendonk®-Studie zum Facility-Services-Markt in Deutschland ist seit Anfang August 2018 verfügbar. In die detaillierte Analyse wurden über 70 FS-Unternehmen einbezogen. Sie kann für 2.000,- Euro bezogen werden (zzgl. Mehrwertsteuer, inkl. Versand als PDF-Datei) unter www.luenendonk-shop.de. Lünendonk beobachtet seit 2015 zudem den gesamten deutschsprachigen Raum.


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Grafik zur Presse-Information: Umsatzwachstum verlangsamt sich und erreicht wieder das Niveau von 2013 und 2014 – Prognosen optimistisch (.pdf)

Lünendonk®-Studie 2018: Digitalisierung befeuert die Marktkonsolidierung im Wirtschaftsprüfungs-Markt
  • WP-Gesellschaften sehen Chancen und Risiken
  • Digitalisierung mit hohen Investitionen verbunden
  • Unterschiedliche Strategien der Marktteilnehmer
  • Lünendonk®-Studie 2018 verfügbar

Mindelheim, 20. August 2018. – Die Digitalisierung eröffnet den Wirtschaftsprüfern viele Chancen, wird aber auch zu einer großen Herausforderung. Nicht alle Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungs­Gesellschaften (WP) können die erforderlichen Investitionen aus eigener Kraft schaffen. Denn Datenanalyse, Prozesssicherheit, neue Service Level sowie Arbeitsweisen bringen hohe Investitionen mit sich. Zur so genannten Commoditisierung des Business gesellen sich Automatisierung und schlanke Prozesse. Die WP-Gesellschaften müssen sich neben dem Tagesgeschäft völlig neuen Anforderungen stellen. Eine Folge: Die ohnehin im Markt für Wirtschaftsprüfung und Steuerberatung festzustellende Konsolidierung wird sich fortsetzen. Das bedeutet, dass die Digitalisierung die Marktkonzentration katalysiert. Dies ist ein Ergebnis der aktuellen Lünendonk®-Studie 2018 „Wirtschaftsprüfung und Steuerberatung in Deutschland“, die das Marktforschungsunternehmen Lünendonk & Hossenfelder, Mindelheim, heute veröffentlichte.

Suche nach neuen Geschäftsmodellen

Bei der Digitalisierung im WP-Markt ist zu differenzieren zwischen der Digitalisierung in der Zusammenarbeit mit den Mandanten (IT Audit, Business Analytics, Cyber Security, Cloud, Transparenz et cetera) wie auch im eigenen Unternehmen (Wissensmanagement und -transfer, interne Benchmarks, Cockpits und Frühwarnsysteme, Kostenoptimierung, vernetztes Arbeiten, Remote Audit, Augmented Reality et cetera).

„Gerade die rasante Entwicklung der Themen Business Intelligence und Big Data hat zum neuen Begriff der digitalen Transformation geführt“, sagt Jörg Hossenfelder, geschäftsführender Gesellschafter Lünendonk & Hossenfelder sowie Autor der aktuellen Studie. Unternehmen stehen vor völlig neuen Aufgaben: Neue Geschäftsmodelle erfordern geänderte Geschäftsprozesse, diese ziehen massiv geänderte Strukturen und auch Änderungen an Produkten nach sich, insbesondere jedoch auch die Schaffung von neuen Services.

Hossenfelder betont: „In vielen produzierenden Unternehmen kehren sich die Verhältnisse um. War früher das Produkt führend und die Dienstleistung nachgeordnet, so tritt mit dem kontinuierlichen Wissen über Kunden­bedürfnisse der Service immer mehr in den Vordergrund.“

Unterschiedliche Strategien

Die Big Four – namentlich Deloitte, EY, KPMG und PwC – arbeiten länderübergreifend zusammen. Sie haben Spezialteams gebildet oder sind Joint Ventures mit IT-Unternehmen eingegangen. Rödl & Partner treibt die Digitalisierung mit der Tochter Rödl Consulting voran. BDO hat die BDO-IT GmbH gegründet. ETL arbeitet mit Eurodata zusammen, und DHPG hat in dieses Gebiet ebenso investiert wie beispielsweise Mazars oder WKGT.

Rekrutierung wird zum Schlüsselfaktor

Dies offenbart eine weitere Facette der Digitalisierung: die Rekrutierung. HR-Verantwortliche müssen heute und künftig Mitarbeiter finden, die Kenntnisse sowohl in der Rechnungslegung als auch in der Informatik mitbringen. Die Mitarbeiterstruktur der von den Berufsträgern geprägten Unternehmen wird sich ebenso ändern wie die Partnerstrukturen. Immer mehr Mitarbeiter haben einen Studienabschluss einer Technischen Hochschule, Kooperationen mit IT-Unternehmen und Start-ups nehmen zu, und die Wirtschaftsprüferkammer und das Institut der Wirtschaftsprüfer denken über eine weitere Reformierung des Zugangs zum Arbeitsmarkt sowie über eine Steigerung der Attraktivität nach – zum Beispiel durch Nutzung des neuen Titels „Syndikus WP“, wenn ein Wirtschaftsprüfer in die freie Wirtschaft wechselt.

Studienbezug

Die detaillierte Lünendonk®-Studie 2018 „Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungs-Gesellschaften in Deutschland“ auf Basis der Befragung über Strukturen, Strategien, Planungen und Restriktionen der 25 führenden sowie 49 weiterer mittelgroßer und kleinerer WP-Gesellschaften sowie Netzwerke/Allianzen ist zum Preis von 2.200,- Euro (zzgl. MwSt.) bei Lünendonk unter www.luenendonk-shop.de verfügbar.


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Grafik zur Presse-Information: Digitalisierung als Top-Thema der CFOs (.pdf)

Erste Lünendonk®-Auftraggeberstudie für FM-Markt: Unternehmen setzen Qualitätsdienstleistungen vor Preis
  • Hoher Mehrwert durch Analyse der Auftraggeber-Perspektive zusätzlich zur Studie des Service-Provider-Markts
  • Studienteilnehmer repräsentieren Umsatz von 778 Mrd. Euro
  • Digitalisierung ist wichtigstes Zukunftsthema
  • Qualitative Verbesserungen durch stärkere Standardisierung
  • Neue Lünendonk®-Nutzerstudie aktuell verfügbar

Mindelheim, 10. September 2018 – Die Qualität spielt die deutlich wichtigere Rolle in der Erwartungshaltung von Unternehmen gegenüber Facility-Service-Dienstleistern als der niedrigste Preis. Und obwohl die Auftraggeber unter anderem aufgrund des Personalmangels mit Preissteigerungen rechnen, geht der Trend zu Qualitätsdienstleistungen. Denn hohe Reklamationsquoten oder ein notwendiger früher Dienstleisterwechsel verursachen einen Aufwand, der oftmals deutlich über den Einsparungen gegenüber einem höheren Qualitätsniveau liegt. Das ist ein Ergebnis der von Lünendonk & Hossenfelder durchgeführten Auftraggeberbefragung. Darin analysiert das Marktforschungs- und Beratungsunternehmen aus Mindelheim parallel zu den seit 15 Jahren etablierten Lünendonk®-Studien der Facility-Service-Unternehmen in Deutschland den Facility-Management-Markt erstmalig auch aus der Perspektive der Auftraggeber. Die 75 Studienteilnehmer repräsentieren Unternehmen, die für einen 2017 erzielten Umsatz von 778 Milliarden Euro und 5,5 Millionen Mitarbeiter stehen.

„Unsere jährlich erscheinende Lünendonk®-Liste der 25 führenden Facility-Service-Anbieter sowie die begleitende Studie, die den Markt aus Sicht der Service-Provider betrachtet, gelten bereits seit anderthalb Jahrzehnten als Marktbarometer“, sagt Jörg Hossenfelder, geschäftsführender Gesellschafter von Lünendonk & Hossenfelder. „Mit der ergänzenden neuen Studie ist die Analyse und Orientierung im deutschen Facility-Management-Markt nun aus beiden Perspektiven und mit vergleichbaren Datengrundlagen möglich. So lassen sich Spannungsfelder identifizieren und aus den Ergebnissen fundierte Entscheidungsgrundlagen ableiten.“

Die neutrale Auftraggeberstudie wurde mit freundlicher Unterstützung der Brancheninitiative „Facility Management – die Möglichmacher“ durchgeführt und wird nun ebenfalls jährlich aktualisiert. Sie ist ab sofort kostenfrei unter https://www.fm-die-moeglichmacher.de/ erhältlich.

Digitalisierung ist wichtigstes Zukunftsthema

Das mit Abstand wichtigste Zukunftsthema ist nach Einschätzung der befragten Auftraggeber-Unternehmen die Digitalisierung in der FM-Branche. Darunter sind zunächst die grundsätzlich neuen Möglichkeiten der Gebäudebewirtschaftung zu verstehen, die sich erst durch den Einsatz von IT bewerkstelligen lassen – von der Erfassung von Gebäuden in Software-Lösungen über ihre umfassende Abbildung (Building Information Modeling) bis hin zum 3-D-Druck von kleinen Ersatzteilen. Künftig werden nur Anbieter im Markt bestehen, die Intelligenz in die Services und Produkte bringen, so die überwiegende Meinung.

Gleichwohl ist eine der größten Herausforderungen der kommenden Jahre nicht die Digitalisierung des Gebäudemanagements, sondern der Personalmangel. Hier sind sich Auftraggeber und Dienstleister einig, dass die begrenzte Zahl verfügbarer Mitarbeiter zwangsläufig zu steigenden Preisen führt. „Mit höheren Preisen wird – so die Hoffnung – die Bedeutung von Qualität und Konzepten zunehmen“, sagt Jörg Hossenfelder. „Denn bietet ein Service-Unternehmen ausreichende personelle Quantität und Qualität, ist dies inzwischen ein entscheidender Wettbewerbsvorteil.“

Hohe Bedeutung messen die Befragten darüber hinaus den Integrierten Services ebenso zu wie der Nachhaltigkeit. So sehen die Auftraggeber-Unternehmen für ihre eigene Strategie das stärkere Übertragen des Service-Managements an die Dienstleister als Weg der Zukunft an. Dabei legt ein Großteil der Studienteilnehmer Wert auf den ökologischen Aspekt. Mehr als ein Drittel von ihnen gab an, dass nachhaltige Facility Services einen klaren Mehrwert haben. Sie werden zunehmend als Hilfsmittel zur effizienten Unterstützung der eigenen Unternehmensstrategie betrachtet.

Qualitative Verbesserungen durch stärkere Standardisierung

Insgesamt beobachten die Auftraggeber eine wichtige Voraussetzung für die Professionalisierung und Weiterentwicklung der Branche: Die Standardisierung und Bündelung von Leistungen sowie deren flächendeckende Verfügbarkeit nehmen zu. Denn soll die Digitalisierung auch im Facility Management zu qualitativen Verbesserungen und Effizienzsteigerungen führen, ist eine stärkere Standardisierung dringend geboten.

Studienbezug

Die Lünendonk®-Studie 2018 „Facility Management in Deutschland – Eine Analyse des Facility-Management-Marktes aus Nutzersicht“ hat zum Ziel, Auftraggebern und Dienstleistern verlässliche und belastbare Informationen über Markteinschätzungen und Kundenwünsche zu vermitteln. Sie kann ab sofort unter https://www.fm-die-moeglichmacher.de/ kostenfrei heruntergeladen werden.


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Grafiken zur Presse-Information (.pdf)

 

Das Audit-Kerngeschäft unterliegt starkem Wandel
  • Kundenbedarf führt zu Portfolioveränderungen bei Wirtschaftsprüfungs-Gesellschaften
  • Größte Wachstumschancen in Leistungen aus Steuer- und Rechtsberatung
  • Kerngeschäft darf nicht vernachlässigt werden
  • Lünendonk über die Zukunft des WP-Marktes

Mindelheim, 24. September 2018 – Schon seit geraumer Zeit wird das Portfolio der Wirtschaftsprüfungs-Gesellschaften (WP) durch diverse Marktentwicklungen beeinflusst. Themen wie Business Analytics und Big Data spielen ebenso eine zentrale Rolle wie IT Audit, Legal Tech und Prop Tech. Aber auch Diversifizierungen, interdisziplinäre Ansätze und neue Themenfelder der Mandanten sowie die Weiterentwicklung von Produkten und Leistungen führen zu Veränderungen innerhalb des Leistungsspektrums der WP-Gesellschaften. Das zeigt die neue Lünendonk®-Studie „Führende Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungs-Gesellschaften in Deutschland“, die ab sofort erhältlich ist.

Den höchsten Stellenwert innerhalb des Portfolios messen die vom Marktforschungsunternehmen Lünendonk & Hossenfelder, Mindelheim, befragten WP-Gesellschaften weiterhin der Steuerberatung bei (inkl. Steuerdeklaration und Buchhaltung). So sehen 95 Prozent der Studienteilnehmer nicht im Kerngeschäft Audit, sondern in der Steuerberatung die größten zukünftigen Wachstumschancen. Insgesamt entfallen im Jahr 2017 durchschnittlich 44,6 Prozent der Umsätze auf dieses Segment (Vorjahr: 43,3 %). Erst auf Position zwei folgt mit 34,9 Prozent die Wirtschaftsprüfung inklusive wirtschaftsprüfungsnaher Beratung (Vorjahr: 35,9 %). Auch wenn der Anteil an Audit-Leistungen weiterhin abnimmt, befindet sich dieses Segment immer noch auf einem hohen Niveau. Im Hinblick auf das aktuelle Geschäftsjahr 2018 soll der Anteil der Wirtschaftsprüfung am Leistungsspektrum sogar erstmals seit langem wieder leicht ansteigen.

Medien fordern: Kerngeschäft darf nicht vernachlässigt werden

Stärker denn je verschwimmen die Grenzen zwischen einzelnen Professional-Services-Märkten. Inzwischen werden auch partiell Leistungen von Content-Management- und Digital-Agenturen angeboten. Sowohl das Handelsblatt als auch die Frankfurter Allgemeine Zeitung haben in diesem Jahr bereits den Zeigefinger erhoben, dass sich die WP-Gesellschaften nicht allzu sehr von ihrer originären Aufgabe entfernen sollten: der Abschlussprüfung! Denn sonst schwindet der vermeintliche Positionierungsvorteil einer mit hoheitlichen und somit vertraulichen Aufgaben betrauten „Institution“.

Dennoch wird die obligatorische externe Rotation das Business mit Dienstleistungen außerhalb des Kerngeschäfts weiter vorantreiben. In wenigen Jahren fallen wichtige, zum Teil langjährige Prüfungsmandate weg. Gerade mit Beratungsleistungen versuchen die WP-Gesellschaften, den Verlust der Prüfungsmandate zu kompensieren.

 Die Zukunft des WP-Marktes

Insgesamt zeigte sich der WP-Markt im Geschäftsjahr 2017 äußerst dynamisch. So wuchsen die großen WP-Gesellschaften überproportional, allen voran die Big Four (durchschnittlicher Umsatzanstieg: 15,8 %). Verbunden mit der Digitalisierung sowie dem steigenden Beratungsbedarf der Mandanten ist kein Ende des Wachstums in Sichtweite. Vielmehr wird es für mittelgroße und kleinere WP-Gesellschaften zur großen Herausforderung werden, den Anschluss an die Spitzengruppe zu halten oder eine Nische in besonderen Prüfungs- und Beratungsfeldern oder Kundengruppen zu finden.

Studienbezug

Die detaillierte Lünendonk®-Studie 2018 „Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungs-Gesellschaften in Deutschland“ auf Basis der Befragung über Strukturen, Strategien, Planungen und Restriktionen der 25 führenden sowie 49 weiterer mittelgroßer und kleinerer WP-Gesellschaften sowie Netzwerke/Allianzen ist zum Preis von 2.200,- Euro (zzgl. MwSt.) bei Lünendonk unter www.luenendonk-shop.de verfügbar.


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Bedeutung der technischen Gebäudeausrüstung für Facility Services wächst
  • Steigender Anspruch an vernetzte Gewerke und intelligente Systeme
  • TGA-Anteil der Errichtungskosten liegt bei bis zu 50 Prozent
  • Multidienstleister sind im Vorteil
  • Neues Lünendonk®-Whitepaper kostenfrei zum Download

Mindelheim, 4. Oktober 2018. Der deutsche Facility-Service-Markt wandelt sich. Besonders profitieren hiervon Multidienstleister, die ein breites Service-Spektrum aus einer Hand bieten und damit in den vergangenen Jahren tendenziell höhere Wachstumsraten bei der Umsatzentwicklung erreichten. Ihr Markenzeichen: Sie sind in der Lage, die wesentlichen Gewerke des infrastrukturellen und technischen Gebäudemanagements in Eigenleistung zu erbringen. Bei den Auftraggebern ein hoch geschätzter Vorteil ist die handwerklich und ingenieurtechnische Eigenleistungstiefe nicht nur in den Kerndienstleistungen, sondern auch in verwandten Gewerken wie der technischen Gebäudeausrüstung (TGA). Die Bedeutung der TGA für Facility Services hat das Marktforschungsunternehmen Lünendonk & Hossenfelder in Zusammenarbeit mit Apleona HSG Facility Management nun in dem Whitepaper „Technische Gebäudeausrüstung als Teil integrierter Facility Services“ betrachtet. Es steht ab sofort kostenfrei zum Download unter www.apleona.com/ueber-apleona/aktuelles/media-center/ im Bereich „Studien und White Paper“ bereit.

Steigender Anspruch an vernetzte Gewerke und intelligente Systeme

Der historisch aus der Gebäudereinigung entstandene und davon immer noch geprägte deutsche Facility-Service-Markt zeigt sich nicht zuletzt durch die Herausbildung von Multidienstleistern mit Angeboten sowohl für infrastrukturelle als auch technische Gebäudedienstleistungen different. Die Bedeutung des Kleinanlagenbaus respektive der technischen Gebäudeausrüstung ist in den vergangenen Jahren angestiegen. Allein der aktuelle durchschnittliche Umsatzanteil von 1,6 Prozent entspricht einem absoluten Volumen von 840 Millionen Euro.

Aufgrund der zunehmenden Anforderungen an moderne Gebäude gehen mittlerweile zwischen 20 und 50 Prozent der Errichtungskosten auf das Konto der technischen Gebäudeausrüstung – mit steigender Tendenz. Getrieben wird diese Entwicklung insbesondere durch den Anspruch an vernetzte Gewerke sowie intelligente Systeme. „Dies wirkt sich nicht nur auf den Eigentümer aus, der die Investitionen aufbringt, sondern auch auf Planer, Errichter und Betreiber“, weiß Thomas Ball, Senior Consultant bei Lünendonk & Hossenfelder und Autor des Whitepapers. „Aber es geht ja nicht nur um Kosten. Eine zukunftsgerichtete TGA erfüllt auch Komfortfunktionen und muss einen Beitrag zum nachhaltigen Gebäudebetrieb leisten.“

Multidienstleister sind im Vorteil

Thomas Ball erwartet aufgrund des sich verändernden Marktumfelds eine weitere Begünstigung der großen Multidienstleister: „Entwickelt sich die Nachfrage wie bisher, werden in den kommenden Jahren Unternehmen Marktanteile verlieren, die sich auf die Erbringung von Einzelgewerken konzentrieren.“ Das zeigt auch eine Analyse aus 2015. Bereits damals generierten die Anbieter von integrierten Facility Services – inklusive Service Management – einen höheren Umsatzanteil mit Kleinanlagenbau als die übrigen Unternehmen.

Bezug

Das Whitepaper wurde von der Lünendonk & Hossenfelder GmbH mit freundlicher Unterstützung der Apleona HSG Facility Management erstellt. Es steht unter www.apleona.com/ueber-apleona/aktuelles/media-center/ zum kostenfreien Download bereit.


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Digitalisierung im Facility Management: Was erwarten die Auftraggeber?
  • Hohe Erwartungen der FM- und CREM-Verantwortlichen
  • Fehlende Standards behindern Effizienzgewinne
  • Erfahrung mit Digitalisierung liegt bei 25 Prozent
  • Neue Lünendonk®-Studie ab sofort verfügbar

Mindelheim, 9. Oktober 2018. Um die Effizienz des Facility Managements (FM) zu steigern, werden digitalisierte Lösungen aktuell bei vielen Unternehmen in Pilotprojekten oder im Produktivbetrieb eingesetzt. Für eine flächendeckende Digitalisierung und Automatisierung des FM und der damit verbundenen Dienstleistungen fehlen indes etablierte Daten- und Prozessstandards sowie oftmals die Bereitschaft, in Sekundärprozesse zu investieren. Mangelnde Investitionsbereitschaft in das Facility Management wirkt sich negativ auf die Innovationskraft der Unternehmen aus. Verantwortliche aus FM- und Corporate-Real-Estate-Abteilungen (CREM) berichteten von Entwicklungen, von denen auch das Kerngeschäft des Unternehmens profitieren würde. Dies sind Ergebnisse einer umfassenden Analyse zum Stand der Digitalisierung in der Immobilienwirtschaft und dem Facility Management, die das Marktforschungs- und Beratungsunternehmen Lünendonk & Hossenfelder, Mindelheim, auf der Immobilienmesse Expo Real veröffentlicht hat.

Digitalisierungspotenzial hängt vom Status der Immobilie ab

„Die Bereitschaft der Immobilienbetreiber in Deutschland, in die Digitalisierung der Bewirtschaftung zu investieren, hängt wesentlich von der Bedeutung der Immobilie für das Unternehmen ab“, sagt Thomas Ball, Studienautor und Senior Consultant bei Lünendonk & Hossenfelder. „Ausschlaggebend ist sowohl das Effizienzpotenzial durch den Einsatz von Technologie als auch der zusätzliche Mehrwert für den Endnutzer.“ Aktuell wird an repräsentativen Standorten wie Unternehmenszentralen, Show-Rooms, Filialen, Premium-Hotels, Entwicklungsstandorten und ähnlichen vorwiegend dann in die Digitalisierung investiert, wenn damit ein zusätzlicher Nutzen für wichtige Mitarbeiter oder Kunden des Unternehmens einhergeht und die eigene Modernität zum Ausdruck gebracht werden kann. Digitalisierung wird hier als ein Faktor genutzt, um im Wettbewerb um hochqualifizierte Mitarbeiter die Arbeitgebermarke zu stärken. An diesen Standorten wird Service durch Menschen als wichtiger Bestandteil der Gastfreundschaft und Wertschätzung empfunden.

In peripheren Standorten ohne bedeutenden Kundenkontakt finden derzeit verstärkt Investitionen in Technologien statt, die einen zusätzlichen Effizienzgewinn in der Bewirtschaftung erwarten lassen. Dies umfasst etwa Empfangsautomation, Grünanlagenpflege und Unterhaltsreinigung durch Roboter (u.a. auch in Flächen mit erhöhter Unfallgefahr) sowie Helpdesks und Geländeüberwachung durch Drohnen.

Voraussetzung für Disruption derzeit nicht gegeben

Immobilienbetreiber sind sich der Unterschiede im disruptiven Potenzial zwischen B2C und B2B bewusst. Gerade das Facility Management ist ein individueller und daher komplexer Prozess, in dem aktuell nur wenige und isolierte Standards etabliert sind. Die Studienteilnehmer erwarten deshalb, dass zunächst kaufmännische Prozesse wie die Dokumentenverarbeitung, Nebenkostenabrechnung und ähnliche standardisierte und IT-gestützte Verfahren digitalisiert und automatisiert werden. Die Erfahrung in anderen Branchen hat gezeigt, dass hoch standardisierte Prozesse mit einer geringen Komplexität und einer großen Anzahl von Anwendungsfällen für die Digitalisierung besonders geeignet sind.

Großes Potenzial besteht daher in der Automatisierung der Dokumentation von geleisteten Service-Tätigkeiten, der Zeiterfassung, Ersatzteilbestellung und -verwaltung, Disposition und von ähnlichen Rahmentätigkeiten. Voraussetzung hierfür ist jedoch ein etablierter Datenstandard, der ein ausreichendes Marktpotenzial für die Entwicklung von KI-basierten Automatisierungsprozessen erwarten lässt. Die befragten Berater wiesen ergänzend darauf hin, dass auch CAFM-Systeme (Computer Aided Facility Management) und BIM (Building Information Modelling) seit langem über Marktreife verfügen, der Verbreitungsgrad aber noch immer gering ist.

Investitionen in das Facility Management stärken Kerngeschäft

Ein weiterer Hindernisfaktor für die Effizienzsteigerung der Immobilienbewirtschaftung ist der niedrige Stellenwert im Unternehmen, der einhergeht mit knappen Investitionsmitteln im Facility Management sowie einem geringen Handlungsspielraum der Fachabteilungen. Studienteilnehmer mit inhaltlicher und finanzieller Freiheit berichteten im Rahmen der Studieninterviews dagegen von unerwarteten Mehrwerten für das Kerngeschäft durch Digitalisierungsprojekte im Facility Management.

Studie bietet erstmals Orientierung für Nutzer und Dienstleister

„In Zeitschriften, auf Fachtagungen und in der breiten Öffentlichkeit dominiert seit mehr als zwei Jahren das Zur-Schau-Stellen von neuen Technologien sowie mehr oder weniger abstrakter Einsatzmöglichkeiten. Die hohe Aufmerksamkeit gegenüber Start-Ups illustriert dies. Dabei bleibt oft die Implementierung in den komplexen Facility-Management-Prozess außen vor. Insbesondere wird das Einführungsrisiko nicht ausreichend berücksichtigt“, kommentiert Studienleiter Ball die Ergebnisse. „Angesichts der teils hohen notwendigen Investitionen ist Orientierung über die Aufgeschlossenheit gegenüber Technologien und über die Einführungsvoraussetzung wichtig. Mit der vorliegenden Studie möchten wir dazu beitragen, die Diskussion über die Digitalisierung zu versachlichen.“

Studienbezug

Die neue Lünendonk®-360-Grad-Studie 2018 „Digitalisierung in der Immobilienwirtschaft“ basiert auf qualitativen Tiefeninterviews mit 90 FM-Nutzern sowie Beratern und FM-Dienstleistern. Sie steht dank der Unterstützung von Apleona HSG Facility Management, DB Services, Deloitte, TÜV Süd Advimo und Wisag Facility Services ab sofort unter der Domain expert.luenendonk.de/studie/digitalisierung-immobilienwirtschaft zum kostenfreien Download bereit.


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